Waldökonomischer Wissenstransfer 2018 – CO2 als Chance für die Wald- und Holzwirtschaft?

In den letzten Jahren rückt der Wald bei den Diskussionen rund um den Kampf gegen den Klimawandel immer stärker in den Fokus internationaler Entscheidungsträger. So wurde beispielsweise an der 21. UN-Klimakonferenz in Paris seiner Wirkung als Kohlenstoffspeicher und -senke erstmals eine besondere Bedeutung eingeräumt. Die Mitgliedsstaaten wurden zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung ermutigt, die gleichzeitig die Kohlenstoffspeicherfähigkeit der Wälder ausnutzt bzw. sogar erhöht. Damit diese politische Forderung erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen die Waldeigentümer motiviert werden, die dafür notwendigen Massnahmen im Wald umzusetzen.

 

Die HAFL führt gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt und dem Schweizerischen Forstverein eine Tagung durch, die sich dem Thema widmet, ob und welche Chancen CO2 als «vermarktbares Gut» für die Wald- und Holzwirtschaft hat beziehungsweise haben kann. Expert/innen stellen die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem vorangegangenen  Waldökonomischen Seminar vor und diskutieren diese mit den Tagungsteilnehmenden. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende in kantonalen Forstdiensten, forstlichen Ingenieurbüros, Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft, Forstbetriebsleiter/innen, Wissenschaftler/innen und Studierende.

 

Programm und Anmeldung

Frühere Veranstaltungen

2017

Forstbetriebsstrategien

Die Auswertungen des Testbetriebsnetzes zeigen: Die ökonomische Krise, in der viele Schweizer Forstbetriebe stecken, hat sich 2015 – aktuellste verfügbare Zahlen – zwar nicht weiter verschärft, ist aber noch präsent. Die addierten Ergebnisse aller Betriebe ergeben ein Gesamtdefizit von rund 35 Millionen Franken. Trotzdem haben 46 Prozent der Betriebe das Jahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Nicht die Betriebsgrösse, sondern die Wahl und die Umsetzung einer guten Strategie scheinen wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg zu sein.

 

Referate

André Halter, Korporation Giswil: Praxisbeispiel Holzproduktionsbetrieb (pdf)

Stefan Flückiger, Burgergemeinde Bern: Praxisbeispiel Diversifizierer (pdf)

Livio Conrad, Cumün da Val Müstair: Praxisbeispiel Gemeindewerkhof (pdf)

Martin Hostettler, Cycad AG: Wettbewerbsstrategien (pdf)

Michael Gloor, Staatsforstbetrieb Bern: Strategiefindung und die Umsetzung in der Praxis (pdf)

2016

Bewertung oder Vermarktung des Naturkapitals Wald

Der Wald erbringt umfangreiche Leistungen, die sich heute meistens nicht oder nur zum Teil in Wert setzen lassen. Im Gegensatz zu den Kosten und Erlösen aus der Holzproduktion, sind die ökonomischen Werte der übrigen Waldleistungen eher schwer festzustellen und daher häufig unbekannt. Dies wäre aber sehr hilfreich, um bei der Waldbewirtschaftung nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können. Deshalb braucht es neue Methoden zur Bewertung solcher Waldleistungen und neue Ideen, wie sich diese vermarkten lassen. Damit liesse sich möglicherweise die wirtschaftliche Situation der Forstbetriebe verbessern.

 

Referate

Roland Olschewski, Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL: Bewertung und Vermarktung von Erholungsleistungen

Gion Willi, Zweckverband Falknis: Inwertsetzung von Waldleistungen aus Sicht des Zweckverband Falknis

Frank Hämmerli, Forstdienste Lenzia: Inwertsetzung von Waldleistungen aus Sicht der Forstdienste Lenzia

Konrad Noetzli, Kantonsforstingenieur ZH: Inwertsetzung von Waldleistungen aus Sicht eines Kantons

2015

Kontakt

Alexandra Müller

alexandra.mueller.2(at)bfh(dot)ch

Tel. +41 (0)31 910 29 81

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