CAS International Food Business

Globalisierung ist längst nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern tagtägliche Realität für immer mehr Unternehmen. Distanzen verlieren an Bedeutung, Wertschöpfungsketten werden weltumspannend, und Informations- und Geldflüsse erschliessen auf Mausklick sämtliche Regionen der Erde.

 

Lange Zeit war die globalisierte Welt Tummelplatz der Grosskonzerne. Dank neuer Technologien und innovativer Kooperationsmodelle entdecken aber mehr und mehr mittlere und sogar kleine Unternehmen die Möglichkeiten des internationalen Handels. Für das rohstoffarme Land Schweiz ist es besonders wichtig, sich alle Möglichkeiten einer weltweiten Beschaffung zu erschliessen.

 

Aber auch im Export – sogar von hochpreisigen Schweizer Lebensmitteln! – zeigen zahlreiche Beispiele, dass man auch als KMU eine erfolgreiche Positionierung finden kann. Schweizer Produkte geniessen weltweit ein hohes Ansehen. Swissness verspricht Qualität und Sicherheit – in vielen Märkten gerade bei Lebensmitteln ein immer wichtigeres Argument.

Zielgruppe

Dieser CAS richtet sich an Entscheidungsträger/innen, Projektleitende und Mitarbeitende in Unternehmen bzw. Geschäftsbereichen der Lebensmittelbranche (Herstellung und Handel), welche ihre Geschäftstätigkeit stärker international ausrichten wollen.

 

Kompetenzerwerb (Auswahl)

Die Teilnehmenden sind in der Lage,

  • die Bedeutung der internationalen Verflechtung auf Absatz- und Beschaffungsmärkten für ihren Tätigkeitsbereich zu erkennen,
  • internationale Absatz- und Beschaffungsstrategien zu entwickeln,
  • die relevanten gesetzlichen Grundlagen für internationale Geschäftstätigkeiten zu recherchieren,
  • den Einfluss unterschiedlicher Kulturen abzuschätzen und sich in einem interkulturellen Umfeld zu bewegen,
  • einen Plan zur operativen Umsetzung von Exportstrategien und internationalen Beschaffungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.

Module

Der CAS besteht aus drei Modulen à 4 ECTS-Credits. Die Module können auch einzeln absolviert werden.

  • Strategien und Rahmenbedingungen des internationalen Handels

    Strategien und Rahmenbedingungen des internationalen Handels

    Digitale Technologien machen heute auch für KMUs möglich, was lange Zeit grossen Konzernen vorbehalten war: Auf Beschaffungs- und Absatzmärkten als globaler Player aufzutreten. Doch warum soll ich mich überhaupt auf internationale Handelsbeziehungen einlassen – mit all den damit verbundenen Risiken?

     

    Wir lernen in diesem Modul, eine solide, durchdachte strategische Basis für unsere internationalen Einkaufs- und Verkaufsaktivitäten zu legen.  Unsere Leitschnur ist dabei die unternehmerische Verantwortung – in Form eines seriösen Risikomanagements und der Ausrichtung unserer Handlungen auf die drei Säulen einer nachhaltigen Entwicklung.

     

    Einen Schwerpunkt legen wir auf die Kenntnisse der vorgegebenen Rahmenbedingungen, insbesondere die gesetzlichen Anforderungen im Bereich Handelsrecht und internationales Lebensmittelrecht.

     

    Teilnehmerumfeld

    Entscheidungsträger/innen, Projektleitende und Mitarbeitende in Unternehmen bzw. Geschäftsbereichen der Lebensmittelbranche (Herstellung und Handel), welche ihre Geschäftstätigkeit stärker international ausrichten wollen.

     

    Lernziele

    Die Teilnehmenden sind in der Lage,

    • die Bedeutung internationaler Handelsbeziehungen für Lebensmittel einzuschätzen,

    • Chancen und Gefahren des internationalen Handels in der Lebensmittelbranche zu identifizieren,

    • Fragestellungen im Bereich der Lebensmittel zu verstehen, welche auf globaler oder lokaler Ebene zu politischen Interventionen führen (Landwirtschaftspolitik, Ziele nachhaltiger Entwicklung usw.), und deren Einflüsse auf den internationalen Lebensmittelhandel zu bestimmen,

    • die relevanten Elemente für eine konkurrenzfähige Exportstrategie zu definieren (Marktabklärungen, Exportplanung, Marketing, Finanzen, Logistik, rechtliche Aspekte usw.),

    • verschiedene internationale Beschaffungsstrategien unter den Aspekten der Nachhaltigkeit zu beurteilen und die damit verbundenen Risiken zu managen,

    • die Organisationen zu identifizieren, welche im Rahmen internationaler Tätigkeiten Unterstützung bieten können (Schutz der Immaterialgüterrechte, Promotion von Schweizer Produkten usw.),

    • die wichtigsten Institutionen und rechtlichen Bestimmungen zu kennen, welche die Rahmenbedingungen für die internationale Geschäftstätigkeit festlegen,

    • mögliche juristische Hindernisse für den internationalen Warenverkehr von Lebensmitteln zu erkennen.

     

    Lerninhalte

    • Bedeutung internationaler Geschäftstätigkeit

    • Strategien des «Going International»

    • Strategien der internationalen Beschaffung

    • Nachhaltigkeit in internationalen Handelsbeziehungen

    • Support-Organisationen

    • Gesetzliche Grundlagen: Handelsrecht

    • Gesetzliche Grundlagen: Lebensmittelrecht

     

    Dozierende

    • Marie-Noëlle Falquet, Dozentin für Lebensmitteltechnologie, BFH-HAFL

    • Gisela Murer, Dozentin für Wirtschaft und Management, BFH-HAFL

    • Stefan Bürki, Dozent für Marketing und Food Business, BFH-HAFL

     

    Das Wichtigste in Kürze

     

    Modul

    Strategien und Rahmenbedingungen des internationalen Handels

    Credits

    4 ECTS

    Arbeitsaufwand

    100 Std. / 40 Std. davon Kontaktstunden

    Modulleitung

    Marie-Noëlle Falquet, Dozentin für Lebensmitteltechnologie, BFH-HAFL

    Telefon: +41 (0)31 910 21 78

    E-Mail: marie-noelle.falquet(at)bfh(dot)ch

    Leistungsnachweis

    Fallstudie, Prüfung

    Durchführungsort

    Bern

    Dauer

    2x3 Tage plus ca. 6 Tage Heimstudium

    Teilnahmebescheinigung

    Modulbestätigung

    Kosten

    CHF 2'800.–

    CHF 2'660.– bei Anmeldung mind. 3 Monate vor Start

     

    Daten

    • Anmeldeschluss mit Frühbucherrabatt (5 Prozent): 2. Februar 2019

    • Anmeldeschluss: 2. April 2019

    • Durchführung Teil 1: 2. bis 4. Mai 2019

    • Durchführung Teil 2: 4. bis 6. Juli 2019

     

    Anmeldung Modul

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  • Kultur und Kommunikation im internationalen Kontext

    Kultur und Kommunikation im internationalen Kontext

    Der Schritt über die Landesgrenzen hinaus – hinein in andere Kulturen, andere Sprachen, andere geschäftliche Gepflogenheiten – bedeutet eine Bereicherung, kann aber auch Ängste auslösen. Wie verhalte ich mich korrekt, ohne in unbekannte Fettnäpfchen zu treten? Ist es damit getan, dass ich meine Verpackungsgestaltung, meine Internetseite einfach in eine andere Sprache übersetze, oder muss mein ganzer kommunikativer Auftritt an die fremde Kultur angepasst werden?

     

    Wir zeigen in diesem Modul die Einflüsse unterschiedlicher Kulturen auf Lebensmittel, Ernährungs- und Konsumverhalten auf. Dazu versuchen wir, kulturelle Dimensionen messbar zu machen und aus Erkenntnissen über verschiedene Kultur-Typen Hinweise für unser eigenes Produkt bzw. unseren Absatzmarkt abzuleiten. Anhand verschiedener Fallbeispiele lernen wir die «Dos and Don’ts» der interkulturellen Kommunikation kennen.

     

    Teilnehmerumfeld

    Entscheidungsträger/innen, Projektleitende und Mitarbeitende in Unternehmen bzw. Geschäftsbereichen der Lebensmittelbranche (Herstellung und Handel), welche ihre Geschäftstätigkeit stärker international ausrichten wollen.

     

    Lernziele

    Die Teilnehmenden sind in der Lage,

    • den Einfluss unterschiedlicher Kulturen auf das Ernährungs- und Konsumverhalten und damit auf die Lebensmittelmärkte zu beschreiben,

    • Modelle zur Beschreibung und Strukturierung von Kulturmerkmalen anzuwenden,

    • Auswirkungen von kulturellen Unterschieden auf die einzusetzenden Marketing-Instrumente zu erkennen,

    • die Besonderheiten bei international ausgerichteter Konsumforschung zu beachten,

    • Kommunikations- und Positionierungsansätze für Schweizer Hersteller (z.B. Swissness, Claims, Labels) zu beurteilen und anzuwenden,

    • Marketing-Kommunikation (Verpackungsgestaltung, Werbung usw.) auf ein internationales Umfeld auszurichten und gegebenenfalls an kulturelle Eigenheiten anzupassen,

    • sich bei Verhandlungen und anderen geschäftlichen Kontakten mit anderen Kulturen korrekt zu verhalten und mögliche in der Kultur begründete Konflikte zu vermeiden.

     

    Lerninhalte

    • Einfluss der Kultur auf die Lebensmittelmärkte

    • Internationale Konsumforschung

    • Positionierungsansätze für Schweizer Lebensmittelhersteller im Ausland

    • Marketing-Kommunikation im internationalen Umfeld

    • Interkulturelles Management

    • Standardisierung versus Differenzierung von Marken, Produkten und Food-Konzepten

     

    Dozierende

    • Stefan Bürki, Dozent für Marketing und Food Business, BFH-HAFL

     

    Das Wichtigste in Kürze

     

    Modul

    Kultur und Kommunikation im internationalen Kontext

    Credits

    4 ECTS

    Arbeitsaufwand

    100 Std. / 40 Std. davon Kontaktstunden

    Modulleitung

    Stefan Bürki, Dozent für Marketing und Food Business, BFH-HAFL

    Telefon: +41 (0)31 910 21 37

    E-Mail: stefan.buerki(at)bfh(dot)ch

    Leistungsnachweis

    Fallstudie mit Präsentation, Prüfung

    Durchführungsort

    Bern

    Dauer

    2x3 Tage plus ca. 6 Tage Heimstudium

    Teilnahmebescheinigung

    Modulbestätigung

    Kosten

    CHF 2'800.–

    CHF 2'660.– bei Anmeldung mind. 3 Monate vor Start

     

    Daten

    • Anmeldeschluss mit Frühbucherrabatt (5 Prozent): 5. Juni 2019

    • Anmeldeschluss: 5. August 2019

    • Durchführung Teil 1: 5. bis 7. September 2019

    • Durchführung Teil 2: 3. bis 5. Oktober 2019

     

    Anmeldung Modul

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  • Operativer Import und Export

    Operativer Import und Export

    Die Strategie ist definiert, die Rahmenbedingungen sind geklärt, unsere Kommunikation ist fit für den Kontakt mit anderen Kulturen – jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt und die Import- und Exportmassnahmen im Alltag umgesetzt.

     

    In diesem Modul lernen wir die praktischen Aspekte des internationalen Lebensmittelhandels kennen. Wir beschäftigen uns mit der korrekten Verzollung, der Organisation der Logistik, der konkreten Umsetzung der rechtlichen Vorschriften, der Kalkulation von Kosten und Preisen usw.  Dabei helfen uns zahlreiche Beispiele aus der Praxis, mögliche Fallstricke zu erkennen und unsere Import- und Exportabläufe reibungslos zu organisieren.

     

    Teilnehmerumfeld

    Projektleitende und Mitarbeitende in Unternehmen bzw. Geschäftsbereichen der Lebensmittelbranche (Herstellung und Handel), welche ihre Geschäftstätigkeit stärker international ausrichten wollen.

     

    Lernziele

    Die Teilnehmenden sind in der Lage,

    • adäquate Methoden des Lieferantenmanagements einzusetzen,

    • die Bedeutung von Beschaffungskooperationen im Kontext zu verstehen und Schlüsse/Massnahmen für die eigene Unternehmung abzuleiten,

    • situativ geeignete Gesellschaftsformen zu wählen,

    • Herausforderungen an die Personalrekrutierung zu kennen und beurteilen,

    • Herausforderungen der Logistik (Transportmittel; Incoterms; Sicherheitsaspekte bezogen auf das Lebensmittelrecht) zu verstehen und fallbezogen richtig anzuwenden,

    • Abwicklungsschritte der Verzollung zu kennen,

    • Verkaufspreise (Handelsstufe/ Endkonsumentenpreis) für den ausländischen Markt zu berechnen,

    • die Herausforderungen des internationalen Key Account Managements (KAM) im Vergleich zu nationalem KAM zu verstehen.

     

    Lerninhalte

    • Beschaffung auf internationalen Märkten

    • Organisation des Exports

    • Internationale Lebensmittel-Logistik

    • Import- und Exportabwicklung

    • Verkaufspreiskalkulation

    • Lebensmittelsicherheit im Exportgeschäft

    • Risikomanagement, finanzielles Hedging

     

    Dozierende

    • Gisela Murer, Dozentin für Wirtschaft und Management, BFH-HAFL

     

    Das Wichtigste in Kürze

     

    Modul

    Operativer Import und Export

    Credits

    4 ECTS

    Arbeitsaufwand

    100 Std. / 40 Std. davon Kontaktstunden

    Modulleitung

    Gisela Murer, Dozentin für Wirtschaft und Management, BFH-HAFL

    Telefon: +41 (0)31 910 21 22

    E-Mail: gisela.murer(at)bfh(dot)ch

    Leistungsnachweis

    Fallstudie, Prüfung

    Durchführungsort

    Bern

    Dauer

    2x3 Tage plus ca. 6 Tage Heimstudium

    Teilnahmebescheinigung

    Modulbestätigung

    Kosten

    CHF 2'800.–

    CHF 2'660.– bei Anmeldung mind. 3 Monate vor Start

     

    Daten

    • Anmeldeschluss mit Frühbucherrabatt (5 Prozent): 7. August 2019

    • Anmeldeschluss: 7. Oktober 2019

    • Durchführung Teil 1: 7. bis 9. November 2019

    • Durchführung Teil 2: 28. bis 30. November 2019

     

    Anmeldung Modul

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Kosten

Der Preis pro Einzelmodul beträgt CHF 2’800.– und beinhaltet Kursmaterial wie Skript, Präsentationen und Kopien aus Literatur (ohne empfohlene Bücher) sowie die Verpflegung in den Pausen während den Kurstagen.

 

Sollten Sie sich für einen CAS entscheiden, erhalten Sie auf alle drei Module einen Rabatt von 5 Prozent.

  • CAS: 3 Module à CHF 2‘800.–, 5 Prozent Rabatt: CHF 7’980.–

Frühbucherrabatt

Wenn Sie sich mehr als drei Monate vor dem Start eines Moduls oder eines CAS-Studienganges anmelden, erhalten Sie nochmals 5 Prozent Rabatt.

  • Frühbucher-Einzelmodul: CHF 2’660.–
  • Frühbucher-CAS: CHF 7’581.–

Anmeldung CAS

Anmeldeschluss ist der 2. April 2019 (Anmeldeschluss mit Frühbucherrabatt: 2. Februar 2019).

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Kontakt

Swantje Rahn

weiterbildung.hafl(at)bfh(dot)ch

 Tel. +41 (0)31 910 21 64

MAS Excellence in Food

Unter dem Titel «Excellence for Food» führen die BFH-HAFL und die Zürcher ZHAW die acht CAS des Netzwerks «foodward» durch. Sie lassen sich zu einem DAS oder MAS bündeln. Die BFH-HAFL verantwortet davon zwei Lehrgänge.

ZHAW

foodward

Anmeldung CAS

Zum Anmeldeformular

Anmeldeschluss: 2. April 2019

Infoabend

Das Weiterbildungsangebot «Excellence in Food» wird vorgestellt am:

30. Januar 2019: ZHAW Zürich

2. April 2019: BFH Bern

 

Zur Anmeldung Infoabend

Downloads

Flyer (pdf)

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