Programm 2018/19

31. Oktober 2018: Eröffnung der 17. Saison TreibhausKultur

Dominic Egli’s PLURISM

 «Imaginary african folklore»

 

Feya Faku (Trompete, Flügelhorn), Ganesh Geymeier (Tenorsaxophon), Raffaele Bossard (Kontrabass), Dominic Egli (Schlagzeug)

 

Das äusserst einfallsreiche und vielseitige Kollektiv PLURISM um den unermüdlichen Schlagzeuger und Komponisten Dominic Egli präsentiert die Musik ihres dritten Albums «More FUFU!», eine bunte Liebeserklärung an den afrikanischen Kontinent, seine Speisen und seine schillernde Musik. Mal mehr, mal weniger stark angelehnt an die Originale transzendiert PLURISM das Reich einer imaginären afrikanischen Folklore und verknüpft sie mit moderner Musik. Zusammen mit seiner traumhaften Besetzung bestehend aus Ganesh Geymeier (ts), Raffaele Bossard (b) und dem legendären Südafrikanischen Trumpet- und Flügelhornisten Feya Faku arbeitet der Bandleader mit roher Sinnlichkeit, explosiver Gelassenheit und erdiger Verspieltheit, um melodiöse Songs, dringliche Grooves und eruptive Soli zu kreieren.

28. November 2018: Esther Hasler

«Spotlights»

Das Beste aus 1001 Vorstellung

 

Esther Hasler, Text & Musik

 

Nach drei Einfraustücken in 7 Jahren präsentiert Esther Hasler in «SPOTLIGHTS!» solo im Duo mit Piano eine Retrospektive der Superlative: Das Beste aus 1001 Vorstellung mit ihren Erfolgsprogrammen «Küss den Frosch!», «Laus den Affen!» und «Beflügelt!».

 

Hasler hoch drei ist Essenz in Potenz! Subtile Komik, brillantes Schauspiel, ausdrucksstarke Stimme, beseelter Gesang, virtuoses Klavierspiel, glasklare Zwischentöne, zwielichtige Schwebungen, stupende Mimik und luzide Wortakrobatik in Bühnendeutsch und vielfarbigem Esperanto aus Weltsprachen und Provinzdialekten.

«SPOTLIGHTS!» verspricht einen lebensprallen Theaterabend mit betörendem Klavierkabarett voller kantiger Charaktere und anrührender Chansons. Keine entblössende Scherzparade … nein, es lockt eine Nacht mit einer modernen Scheherazade, bei der fiese Räuber uns im Schummerlicht statt Gold und Diamanten unsere Seelen und Optionen stehlen und zur Strafe statt in heissem Öl frittiert vom Schönheitschirurgen filetiert werden. Fesselnde Geschichten bis im Abendland die Lichter ausgehen.

9. Januar 2019 Björn Meyer bass solo

«Provenance»

 

Björn Meyer (E-Bass, Bassgitarre)

 

Eben mit dem Musikpreis 2018 des Kantons Bern ausgezeichnet spielt Björn Meyer aus seinem ersten Soloalbum (notabene veröffentlicht beim Label ECM). Seine Musik schwebt mühelos zwischen vermeinten Gegensätzen wie Komposition und Improvisation, elektronisch und akustisch, modern und traditionell. Ein selbstverständliches Zusammenspiel entfaltet sich zwischen tief pulsierenden Stimmungen, Klängen - die wie aus dem All oder dem Nichts auftauchen, nordisch anmutenden Volksliedern, archaisch klingenden Hymnen bis hin zu stark rhythmischen Pattern. In seiner Soloarbeit fasziniert ihn auch das Zusammenspiel von elektronisch erzeugten Klängen und dem jeweiligen Konzertraum: „Obwohl das Instrument rein technisch gesehen nicht akustisch ist, wird die Musik stark von den Eigenschaften des Raums, in dem sie gespielt wird, beeinflusst. Die ganz unterschiedlichen Weisen, auf die die Akustik auf meine Kompositionen und Improvisationen einwirkt, waren schon immer Quellen der Überraschung und Inspiration. Es gibt definitiv einen zweiten Mitspieler in diesem Solo-Projekt – das ist der Raum!“ Björn Meyer wird das Treibhaus mit seiner Spielkunst, die ausgereift, einfallsreich, und auf hellwache Kommunikation ausgerichtet ist, einen Abend lang in seinen Bann ziehen.

20. Februar 2019 TreibhausKultur Film

«Ceux qui sèment»

 

Ein Film von Pierre Fromentin

 

Von den Gemüsebetrieben in den Cevennen über das andine Hochland Ecuadors zu den Agroforst-Systemen in Kamerun: die Vielfalt der landwirtschaftlichen Produktionssysteme ist erstaunlich! Doch was wissen wir wirklich über die Lebensbedingungen von Familienbetrieben in unterschiedlichen Weltgegenden? Junge Agronom/innen der SupAgro in Montpellier sind ausgezogen um sich ein Bild zu machen…  Der Film wird umrandet durch Erfahrungen von Absolvent/innen der Internationalen Landwirtschaft.

 

Der Film ist auf Französisch mit englischen Untertiteln.

13. März 2019: Abend der Hochschule der Künste Bern «Back Doors Men»

«A Tribute to the Doors»

 

Michael Gsteiger (Gesang), Ueli Kempter (Keyboard), Anton Brüschweiler (Gitarre), Peter Fischer (Schlagzeug)

 

Wir öffnen ihre Türe von hinten! Im Treibhaus bedeutet dies: Zugang zur Bühne vom tropischen Tiefland her. Schlagzeuger Peter Fischer, Gitarrist Anton Brüschweiler und Sänger Michael Gsteiger lernten sich in der Alkohol-Entziehungsklinik «Zum durstigen Bruder» in Konolfingen kennen. Bald stellte sich heraus, dass sie zeitlebens ein grosses Vorbild hatten: Jim Morrison, den charismatischen und trinkfesten Frontmann der legendären Band Doors. Um die Qualen des Entzugs und die damit einhergehende Langeweile zu lindern, begannen die drei Suchtkranken Doors-Songs zu jammen. Der sie betreuende Sucht-Therapeut und Pianist Ueli Kempter, der nebenbei noch seinen Master an der HKB absolviert, war von dieser Insassen-Band – nicht zuletzt aus therapeutischen Gründen – sofort begeistert. Spontan bot er sich als Keyboarder an. So entstanden die „Back Doors Men“ die drogenfreiste Band der Welt. Dargeboten werden ausschliesslich Doors-Klassiker von «Riders on the Storm» über «Waiting for the sun» bis zu dem namensgebenden «Back door man». Doors bis zum abwinken also.