Netzwerk Agrarforschung Schweiz lanciert

Zollikofen, 11. Mai 2017

 

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW hat die BFH-HAFL zusammen mit der ETH Zürich, Agroscope, dem FiBL und der ZHAW angeregt, ein breit abgestütztes Agrarforschungsnetzwerk Schweiz aufzubauen. Es soll die Leistungsfähigkeit der landwirtschaftlichen Forschung stärken, deren Sichtbarkeit verbessern sowie die strategische Entwicklung des Forschungsgebiets wesentlich mitgestalten.

 

In der Schweiz forschen zahlreiche Akteure zu Nahrungsmittelproduktion und zu Ernährungssystemen. Es fehlt jedoch ein nationales Netzwerk mit gemeinsamen Aktivitäten der verschiedenen Institutionen. Die Folge: Die hiesige Agrarforschung wird nicht als gesamtes System präsentiert. Auch ist der Beitrag der Wissenschaftler/innen zu einer strategischen Entwicklung des Forschungsgebiets begrenzt.

 

Das soll sich jetzt ändern. Ein zweijähriges, vom BLW unterstütztes Projekt zielt darauf, ein Netzwerk zu gründen und aufzubauen, wie es dies in verschiedenen europäischen Ländern bereits gibt. Das Projekt ist an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL der Berner Fachhochschule angesiedelt und wird dort von Prof. Dr. Peter Spring geleitet. «Agilität und schlanke Strukturen sind zentral, damit das Netzwerk nach Ablauf der Projektdauer eine hohe Wirkung entfalten kann und sich nachhaltig finanzieren lässt», so Peter Spring zum Aufbauprojekt.

 

Aktivere Rolle der Forschung

Mittel- und längerfristig strebt die Allianz der Forschungsinstitutionen an, die Präsenz der Forschung im Agrarbereich gegenüber der öffentlichen Hand und der Gesellschaft zu steigern. Dies auch, indem sie die Forschung für eine innovative Landwirtschaft sowie eine gesunde und nachhaltige Ernährung klar kommuniziert. Ferner bezweckt das neue Netzwerk, die strategischen Entwicklungen der Schweizer Agrarforschung aktiver mitzugestalten und letztere in internationalen Kooperationen als attraktive Partnerin zu verankern. Besondere Aufmerksamkeit soll der Digitalisierung und den dadurch entstehenden Geschäftsmöglichkeiten für die Branche geschenkt werden.

 

Um das Netzwerk breit abzustützen, sollen im Verlauf des zweijährigen Projekts weitere Institutionen miteinbezogen werden. Zudem gilt es laut Peter Spring, die Projektziele noch zu schärfen. «Wenn wir zügig erste Etappenziele erreichen, werden die Beteiligten bereit sein, die nötige Energie ins Projekt zu stecken», ist er überzeugt.

Auskunft für Medien

Peter Spring

peter.spring(at)bfh(dot)ch

Tel. + 41 (0)31 910 21 11

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