Ackerbau und Pflanzenzüchtung

Kompetenzen

  • Optimierung von Produktionssystemen im Ackerbau
  • Verbesserung der Qualität von Ackerkulturen
    Schwerpunkt im Kartoffelbau (Pflanzgut, Speise- und Veredlungskartoffeln) und Getreidebau
  • Düngung & Pflanzenschutz
  • PCR-Diagnostik im Bereich Pflanzenkrankheiten und Schädlinge
  • Überbetriebliche Fruchtfolgen im Ackerbau

Team

Prof. Dr. Andreas Keiser, Leiter und Dozent für Ackerbau und Pflanzenzüchtung

Claudia Degen, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Elena DuboisAssistentin

Dr. Patrice de Werra, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Martin Häberli, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Benno Jungo, Assistent

Andrea Marti, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Jürg Moser, Assistent

Alan Storelli, wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

Aktuelle Projekte

Integrierte Bekämpfung von Silberschorf und Colletotrichum in der Kartoffelwirtschaft

Silberschorf und Colletotrichum sind zwei Pilzkrankheiten, welche die Schalenqualität von Kartoffeln vermindern. Von Silberschorf befallene Knollen verlieren zudem während der Lagerung Wasser und schrumpfen. Die beiden Krankheiten führen bei der Vermarktung von gewaschenen Kartoffeln im Frischmarkt zu grossen finanziellen Verlusten. Das KTI-Projekt der Forschungspartner BFH-HAFL, Agroscope und FiBL in Zusammenarbeit mit Swisspatat, Biosuisse, Andermatt Biocontrol, Terralog und Omya hat zum Ziel, konkrete Lösungen zur integrierten Bekämpfung der beiden Krankheiten zu finden – entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Feld bis ins Verkaufslokal.

Projektleitung: Andreas Keiser

Projektbeschrieb

Innovative Strategien zur Bekämpfung des Drahtwurms im Kartoffelanbau

Die Bekämpfung der Drahtwürmer ist in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden. Europaweit wurden Insektizide mit einer guten Wirkung gegen die Schädlinge wegen inakzeptabler Nebenwirkungen auf Nichtzielorganismen behördlich verboten oder von den Herstellerfirmen zurückgezogen. Aktuell steht Schweizer Produzent/innen nur noch ein Insektizid mit einer Teilwirkung gegen den Drahtwurm zur Verfügung. Vorbeugende Massnahmen wie mehrmalige, intensive Bodenbearbeitung nach Ernte der Vorkultur oder das Weglassen von Kleegrasmischungen in der Fruchtfolge, können das Problem zwar vermindern, jedoch teils grosse finanzielle Einbussen nicht vollständig verhindern. Forschende der BFH-HAFL entwickeln gemeinsam mit  Agroscope, der Universität Göttingen sowie der Firma Stähler AG praxisreife, umweltschonende biologische oder chemische Bekämpfungsmethoden gegen den Drahtwurm.

Projektleitung: Andreas Keiser

Projektbeschieb

Optimale Wassernutzung im Acker- und Gemüsebau

Eine ausreichende Wasserversorgung ist für optimale Erträge und beste Qualitäten entscheidend. Heute erfolgt die Bemessung der Wassergaben meist nach Gefühl – ohne technische Hilfsmittel wie beispielsweise Bodensonden. Um die Bewässerungspraxis zu optimieren, hat die BFH-HAFL 2016 in Zusammenarbeit mit der Firma RMA aus Holland ein Netz von Bodensonden aufzubauen begonnen. Die erfassten Daten lassen sich für eine gezielte Bewässerung (Intervalle, Menge) nutzen. Mittlerweile umfasst das Netz über 50 Sonden in Kartoffeläckern und Gemüsefeldern in den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg, Waadt und Aargau. Sie messen alle zehn Zentimeter den volumetrischen Wassergehalt bis zu einer Bodentiefe von 60 Zentimeter. Zusätzlich wird die Saugspannung in 30 Zentimeter bestimmt, sowie die Bodentemperatur auf 15 cm und 45 cm und der Niederschlag. Die Daten werden via Satellit auf einen Server übertragen und graphisch dargestellt. In einem Feldversuch an der BFH-HAFL werden zudem Schwellenwerte zur Bewässerungsauslösung im Kartoffelbau untersucht. Ziel ist es, die Bodenfeuchtigkeit zu definieren, ab der Ertragseinbussen zu erwarten sind und deshalb bewässert werden sollte.

Projektleitung: Andreas Keiser

Artikel LANDfreund 06/2017 (pdf)

Kombinierte mechanisch-chemische Unkrautbekämpfung bei Zuckerrüben

In den 90er Jahren wurden in der Schweiz noch zahlreiche Rübenparzellen gehackt. Heute erfolgt die Unkrautbekämpfung fast ausschliesslich mit ganzflächigen Herbizidbehandlungen. Gemeinsam mit der Interprofession Zucker untersuchen Forschende der BFH-HAFL Chancen und Grenzen verschiedener mechanisch-chemischer Verfahren zur Unkrautreduzierung im Zuckerrübenanbau. Sie erforschen den kombinierten Einsatz von Hackgeräten, Herbizid-Band- bzw. -Unterblattspritzungen in Mulchsaaten und bei Pflugeinsatz nach verschiedenen Zwischenkulturen. Projektziel ist es, Praxisempfehlungen auszuarbeiten, mit welchen sich die heute betriebsüblichen Herbizidaufwandmengen um 50 Prozent reduzieren lassen.

Projektleitung: Andreas Keiser (HAFL), Samuel Jenni (SFZ)

Schlussbericht (pdf)

Projektbeschieb

Abgeschlossene Projekte

Archiv

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Keiser

andreas.keiser(at)bfh(dot)ch

Tel. +41 (0)31 910 21 50

Toolbox