Wiederkäuersysteme, Futterbau und Futterkonservierung

Kompetenzen

  • Ressourceneffiziente Milchproduktion
    Milchproduktion vor dem Hintergrund einer effizienten Nutzung der natürlichen Ressourcen
  • Optimierung der Produktionstechnik
    Optimierungen  der Produktionstechnik mit dem Ziel der Kosten- und Arbeitsreduktion
  • Angewandter Futterbau
    Praxisrelevante Fragestellungen rund um das Thema Futterbau und Futterkonservierung
  • Erweiterte Nutzung von Grasland
    Unterhalt und Pflege von Rasen- und Begrünungsflächen

Team

Prof. Dr. Beat Reidy, Leiter, Dozent für Wiederkäuersysteme, Futterbau und Futterkonservierung

Franziska Akert, Assistentin

Katharina Dorn, Assistentin 

Braida Dür Gregis, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sebastian Ineichen, Assistent

Simon Ineichen, Assistent

Pascale Sperling, Assistentin

Janique Studer, Assistentin

Michael Sutter, Assistent

Aktuelle Projekte

Aktuelle Fütterungspraxis und Ursachenanalyse für unterschiedliche Leistungen aus Wiesenfutter

Aufgrund der klimatischen und topographischen Einschränkungen ist Futter von Wiesen und Weiden (Wiesenfutter) als Futterbasis für Wiederkäuer in der Schweiz seit jeher von grosser Bedeutung. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Schweizer Fütterungspraxis verglichen zu derjenigen im angrenzenden Ausland immer noch sehr stark wiesenfutterbetont ist. Es fehlen jedoch aktuelle Zahlen, die dies umfassend belegen. Angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen zum Import von Futtermitteln und dem Einsatz von Kraftfutter dürfte zudem eine Deklaration wie, respektive mit welchen Futtermitteln, Milch produziert wird künftig stark an Bedeutung zunehmen. Das Projekt hat deshalb folgende Zielsetzungen:

  • Systematische Erhebung der Fütterungspraxis auf rund 150 Milchproduktionsbetrieben in der Schweiz.
  • Ursachenanalyse für einen sehr hohen beziehungsweise sehr geringen Einsatz von Kraftfutter auf Betrieben mit vergleichbaren Milchleistungen.
  • Aufzeigen der wirtschaftlichen Betriebsergebnisse in Abhängigkeit zur Fütterungspraxis.

Auf Basis der Resultate entwickelt das Projektteam Empfehlungen und Ratschläge zur Optimierung der Fütterungspraxis bezüglich der Milchleistung aus dem Wiesenfutter – mit dem Ziel Kosten zu reduzieren und die wirtschaftliche Effizienz zu steigern. Die erarbeiteten Grundlagen sollen die Schweizer Milchproduzenten bei ihren Bemühungen unterstützen, das positive Image der Schweizer Milchproduktion gezielt zu stärken und erfolgreich zu kommunizieren.

Projektleitung: Beat Reidy

Projektpartner: BLW, SMP

Effiziente Milchproduktion, Projekt Interreg

Mitarbeitende der HAFL suchen gemeinsam mit der Fondation Rurale Interjurassienne, dem Chambre Interdépartementale d'Agriculture Doubs – Territoire de Belfort, Agroscope und Agridea nach geeigneten Massnahmen, um eine effiziente Milchproduktion auf Grundfutterbasis im Jura sowie in der Region Franche-Comté zu fördern. Dabei stützen sie sich auf die Resultate eines Vorprojektes. Dieses hatte zum Ziel, die erfolgsbestimmenden produktionstechnischen Faktoren für einen Betrieb an seinem spezifischen Standort zu identifizieren und zu optimieren. Da der Wiesenfutteranteil in der Ration den wirtschaftlichen Ertrag stark beeinflusst, legt das aktuelle Projekt einen Schwerpunkt auf die Beziehung zwischen den natürlichen Standortbedingungen, den Wiesenbeständen, deren Bewirtschaftung, sowie dem jeweiligen Milchproduktionssystem. Die Erkenntnisse sollen dazu dienen, die Futterqualität und die Verwertung der lokalen Futtergrundlagen zu verbessern.

Projektleitung: Beat Reidy

Entwicklung von Differenzierungsmerkmalen von «Wiesenmilch»

Schweizer Milch hat traditionellerweise ein gutes Image, das aufgrund der besonderen Standortvoraussetzungen und der Wiesenfutter betonten Fütterung mit einer naturnahen Produktion und einem gesunden Produkt assoziiert wird. Mit der Schaffung eines speziellen Labels für Milch aus Wiesenfutter («Wiesenmilch») versucht IP SUISSE dieses Image gezielt zu fördern. Damit das Label gewinnbringend eingesetzt werden kann, muss eine klare Abgrenzung der «Wiesenmilch» gegenüber Milch aus kraftfutterbetonten Produktionssystemen möglich sein. Das Projekt untersucht deshalb folgende Fragestellungen:

  • Lässt sich Milch, die nach den aktuellen «Wiesenmilch»-Richtlinien von IP SUISSE produziert wurde, aufgrund unterschiedlicher Gehalte an Inhaltstoffen (Fettsäuren, Proteine, Metaboliten) eindeutig von Milch aus kraftfutterbetonten Systemen abgrenzen?
  • Gibt es Indikatoren der Nachhaltigkeit und/oder der Produktionstechnik, anhand derer sich «Wiesenmilch» gegenüber Milch aus kraftfutterbetonten Systemen klar unterscheiden lässt?
  • Wie können die bestehenden Produktionsrichtlinien von IP SUISSE dahingehend weiterentwickelt werden, dass diese Abgrenzung klar ermöglicht wird?

 

Das Hauptziel des Projektes besteht darin, Differenzierungsmerkmale zu entwickeln, die sich auf die Fütterung und Haltung der Milchkühe zurückführen lassen. Dadurch soll mit «Wiesenmilch» und daraus produzierten Produkten am Markt im In- und Ausland ein Mehrwert generiert werden können.

Projektleitung: Beat Reidy

Projektpartner: IP SUISSE, Agroscope

GRUFKO+

GRUFKO ist eine zweisprachige (Deutsch, Französisch) Webapplikation zur Berechnung der Grundfutterkosten, welche die HAFL seit 2005 anbietet (http://grufko.shl.bfh.ch/). Neben GRUFKO gibt es in der Schweiz kein vergleichbares Programm.

GRUFKO+ ist der Arbeitstitel für die Überarbeitung und Weiterentwicklung von GRUFKO: Mit der Weiterentwicklung werden folgende Ziele verfolgt:

  • Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit
  • Einfacheres rechnen von verschiedenen SOLL - Varianten
  • Bessere Auswertung und Vergleichbarkeit der Resultate

GRUFKO+ vereint die Einzigartigkeit seines Vorgängers mit einer gesteigerten Benutzerfreundlichkeit und einer besseren Darstellung der Resultate. GRUFKO+ ist somit eine geeignete Methode für die Praxis und die Ausbildung.

Projektleitung: Beat Reidy

Kontakt

Prof. Dr. Beat Reidy
beat.reidy(at)bfh(dot)ch

Tel. +41 (0)31 910 22 23

Brennpunkt Wiederkäuer

Fachtagung zum Thema professionelles Weidemanagement vom 8. März 2017. 

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