Pflanzenschutz und Agrarökologie

Kompetenzen

  • Pflanzenschutz
    Ganzheitlicher Pflanzenschutz, Bekämpfungsverfahren und -strategien mit Beurteilung ihrer Nachhaltigkeit, alternative Bekämpfungsmöglichkeiten
  • Ökologie, Biodiversität
    Ökologische Funktionen der Biodiversität in der Agrarlandschaft, Biodiversität und Produktion, Biolandbau
  • Ressourcenschonender Ackerbau
    Ressourcenschonende und effiziente Anbausysteme
Erbsenfeld mit Leindotter Einsaat

Team

Prof. Hans Ramseier, Leiter, Dozent für Pflanzenschutz und ökologischen Ausgleich

Corina Blöchlinger-Dürst, Assistentin

Dominik Füglistaller, Assistent

Christina Lädrach, Assistentin

Florence Looser, Assistentin

Sabrina Lüthi, Assistentin 

Christian Ramseier, Assistent

Michael Rauch, Assistent

Pascale Sperling, Assistentin

Franziska Widmer Etter, Assistentin

 

Aktuelle Projekte

Blühstreifen fördern Bienen und weitere Bestäuber

Honig- und Wildbienen sowie andere Bestäuber finden im Sommer zu wenig Nahrung. Mit Blühmischungen lässt sich diese «Trachtlücke» schliessen oder zumindest vermindern. Dadurch verbessert sich die Fitness der Bestäuber beziehungsweise der Volksaufbau bei den Honigbienen. In einem gemeinsamen Projekt mit dem Berner Bauernverband, apisuisse und dem SBV hat die HAFL von 2011 bis 2014 Blühmischungen entwickelt und auf Auflauf, Bodenbedeckung, Blühverhalten sowie Attraktivität für Bestäuber und landwirtschaftliche Nützlinge hin untersucht. Eine Mischung hat der Bundesrat per 1. Januar 2015 bewilligt (Biodiversitätsförderfläche Blühstreifen). Aufgrund der Erkenntnisse der vergangenen Versuchsjahre optimieren die Forschenden aktuell bestehende Mischungen in agronomischer Hinsicht und für die Bestäuber. Zudem entwickeln sie neue Mischungen – Herbstmischungen und mehrjährige. Zusätzliches Ziel ist, in den mehrjährigen gezielt die Habitatssituation der Wildbienen zu verbessern.

Projektleitung: Hans Ramseier

Vom Bundesrat bewilligte Mischung (pdf)

Blühstreifen fördern Honig- und Wildbienen – Artikel Agrarforschung (pdf)

Versuchsbericht Blühstreifen 2015 (pdf)

Versuchsbericht Bienenweide 2014 (pdf)

Bericht Versuchsjahre 2011-2013 (pdf)

Medienmitteilung vom 3.4.2013 (pdf)

Biene auf Kornblume

Bekämpfungsschwellen – Schaderregern auf der Spur

Seit der Einführung der Direktzahlungsverordnung zu Bekämpfungsschwellen bei Pflanzenschutzmassnahmen haben sich die Rahmenbedingungen stark verändert. Im Projekt werden bestehende Bekämpfungsschwellen auf ihre Anwendbarkeit und Kontrollierbarkeit verifiziert. Für ausgewählte Schaderreger werden die Schwellenwerte mit wissenschaftlichen Feldversuchen überprüft, angepasst und verbindlich erklärt. Das Projekt führt die HAFL zusammen mit der Forschungsanstalt Agroscope Changins und den kantonalen Pflanzenschutzdiensten durch; das Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) unterstützt es finanziell.

Projektleitung: Hans Ramseier; Thomas Steinger, ACW Changins

Projektbeschreibung

 

Reduktion der Risiken von Bodenbelastungen durch Pflanzenschutzmittel

Die HAFL erarbeitet für die Sektion Bodenschutz des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) Grundlagen für folgende Aufgaben: neue Wegleitung für das Bewilligungsverfahren zum Versprühen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) aus der Luft sowie Beurteilung der Umweltverträglichkeit der Anwendungen, Fachbewilligungen für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und für den Vollzug der Verordnung des UVEK über die Fachbewilligung für die Verwendung von PSM in der Landwirtschaft und im Gartenbau.

Projektleitung: Magali Lebrun Lengacher

Projektbeschreibung

 

Ressourcenschonender Ackerbau

Im Vorprojekt «Ressourcenschonender Ackerbau» werden mit finanzieller Unterstützung des BLW 30 Leguminosenarten in Versuchen auf ihr agronomisches Potenzial zur Nutzung des Bodenstickstoffes und der N-Fixierung evaluiert. Ziele des Forschungsprojektes sind, Stickstoffverluste im Ackerbau effizient zu verhindern, durch den Einsatz von Leguminosen Stickstoff gezielt ins System einzubringen und das Potenzial von Gründüngungen/Zwischenkulturen aufzuzeigen.

Projektleitung: Hans Ramseier

Projektbeschrieb

Artikel «Legume screening for cover crops» (pdf)

Artikel «Resource-conserving agriculture» (pdf)

Feldversuch zu ressourcenschonendem Ackerbau

Naturfaser in der Schweiz – Neue Perspektiven für Landwirtschaft, Industrie und Handel

Baumwolle ist der mit Abstand wichtigste Rohstoff in der textilen Nutzung. Der heute praktizierte intensive Anbau von Baumwolle belastet die Umwelt jedoch stark und verursacht lange Transportwege. Die Konsument/innen wünschen aber zunehmend ökologisch und regional erzeugte Produkte. Das Ziel des Projektes ist, die Naturfasernutzung für Landwirtschaft, Industrie und Gesellschaft als ganzheitliche Wertschöpfungskette wieder in der Schweiz zu etablieren.

Projektleitung: Hans Ramseier

Artikel in InfoHAFL Nr. 1/2014 (pdf)

Schweizer Malz aus regional angebauter Braugerste

In den letzten Jahren sind zahlreiche kleine lokale und regionale Brauereien entstanden. Dadurch ist die Nachfrage nach regionalem Malz aufgekommen. Die BFH-HAFL führt seit 2010 zusammen mit Landwirten Sorten- und Düngungsversuche durch, um optimale Voraussetzungen für eine einheitliche Braugersten- und Malzqualität zu schaffen und den Landwirten eine gezielte Anbaustrategie empfehlen zu können. Heute werden bereits mit Erfolg über 35 Hektare Braugerste nach diesen Richtlinien angebaut und 40 kleinere bis mittlere regionale Brauereien mit Malz beliefert. Die daraus entstandene Interessengemeinschaft Mittellandmalz hat zum Ziel, den Braugerstenanbau wie auch die Weiterverarbeitung zu Malz in der Schweiz aufzubauen und den Dialog zwischen Landwirtschaft, Brauereien und Konsument/innen zu stärken.

Projektleitung: Hans Ramseier

Kontakt

Prof. Hans Ramseier
hans.ramseier(at)bfh(dot)ch

Tel. +41 (0)31 910 21 89

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