Bodennutzung und Bodenschutz

Kompetenzen

  • Evaluierung des Produktionspotentials der Böden auf Parzellenebene
  • Feinkartierung der Böden eines Betriebs oder einer Region
  • Management der räumlichen Bodendaten auf verschiedenen Ebenen
  • Evaluierung des Erosionsrisikos abhängig von der Bodenbedeckung
  • Bodenschutz
  • Bodenanalysen

Team

Prof. Dr. Stéphane Burgos, Dozent für Bodenkunde

Liv Kellermann, Assistentin

Madlene Nussbaum, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Roland Schafflützel, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dylan Tatti, wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

Laufende Projekte

Monitoring der Erosion mit Hilfe von Flugbildern

In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Weinbau und Önologie in Changins und der Universität Bern evaluiert dieses Projekt das Potential von Luftaufnahmen mit sehr hoher Auflösung für die Dokumentation des Erosionsvorkommens nach intensiven Regenperioden. Ziel ist, ein Alarmsystem im Falle von intensiven Regenfällen einzuführen, Luftaufnahmen der betroffenen Zone zu machen, automatische Analyseverfahren dieser Bilder zu entwickeln und die erhaltenen Informationen mit den Messungen im Feld zu korrelieren. Durch die Dokumentation der Erosionszonen mit dem Betriebsleiter sollen die Hauptursachen identifiziert und präventive Massnahmen vorgeschlagen werden.

Projektleitung der HAFL: Stéphane Burgos 

Kartierung der Torfböden im Seeland

Torfböden oder drainierte organische Böden werden durch die Mineralisierung der organischen Materie bedroht und könnten mit der Zeit unkultivierbar werden. Will man ihre Fruchtbarkeit erhalten, muss man zuerst ihren Zustand kennen. Allerdings weisen diese Böden aufgrund ihrer Entstehungsart eine sehr hohe räumliche Heterogenität auf. Die konventionellen Kartierungsmethoden sind hier folglich unzureichend. Unter Federführung von Pro Agriculture Seeland entwickeln die Forscher der HAFL neue Methoden, welche die konventionellen Bohrungen, Luftaufnahmen und digitale Höhenmodelle kombinieren, um die Position der Bohrungen und Bodenprofile zu optimieren. Zudem soll das Management der GIS-Daten kostengünstig genug sein, um das Seeland und die anderen Regionen in der Schweiz mit diesem Bodentyp grossräumig zu kartieren. Für die landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz sind diese Böden unerlässlich.

Projektleitung HAFL: Stéphane Burgos 

Nachhaltige Bewirtschaftung organischer Böden (NFP 68)

Die Entwässerung von Mooren zu Bewirtschaftungszwecken führt rasch zu einem Verlust von Kohlenstoff in der Form von CO2, weil der kohlenstoffreiche Torf oxidiert. Dieses Projekt, das von der Eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope ART in Reckenholz koordiniert wird und an dem die ETH Zürich und die HAFL beteiligt sind, gehört zum NFP 68 «Nachhaltige Bewirtschaftung organischer Böden». Es will durch die Kombination von biophysikalischen Daten und Informationen über die Bewirtschaftung ehemaliger Moorböden nachhaltigere Nutzungsformen identifizieren und politische Instrumente entwickeln, die eine Übernahme dieser neuen Praktiken fördern. Das Team der HAFL ist für das Feld-Monitoring zuständig.

Wissenschaftliche Ziele des Projekts:

  • standortspezifische Indikatoren für die Qualität der organischen Bodensubstanz auswerten, die Auskunft über die potenziellen CO2-Emissionen dieser Böden geben;
  • ausgehend von heutigen und historischen Arten der Bewirtschaftung von Moorböden geeignete und standortspezifische Praktiken identifizieren, die eine nachhaltigere Bodennutzung gewährleisten;
  • politische Instrumente entwickeln, die eine grossflächigere Umsetzung dieser standortgerechten Praktiken fördern, wobei gewisse Kompromisse zwischen manchmal widersprüchlichen Zielsetzungen möglich sein sollen.

Projektleitung HAFL (Feld-Monitoring): Moritz Müller

Kontakt

Prof. Dr. Stéphane Burgos

stephane.burgos(at)bfh(dot)ch

Tel. +41 (0)31 910 29 04

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