FitPig: Drei Projekte zu nachhaltiger Schweineproduktion unter einem Schirm

Markt und Gesellschaft verlangen hochwertige, gesunde und natürliche Lebensmittel, produziert unter Einhaltung hoher ökologischer Standards. Will die Schweinebranche  diesen Anforderungen gerecht werden, muss sie den Antibiotikaeinsatz reduzieren. Die Behörden arbeiten derzeit verschiedene Massnahmen aus, mit denen sich der Antibiotikaeinsatz reduzieren liesse. Um die Produzent/innen bei der Optimierung von Tiergesundheit und Antibiotikaeinsatz zu unterstützen, haben verschiedene Forschungs- und Beratungsinstitutionen eine Forschungsinitiative lanciert. Die Hauptaktivitäten erfolgen im Rahmen eines Nationalfondsprojekts (NFP) und zwei von den Bundesämtern (MMA) und der Branche (SGD) unterstützen Projekten. Um effizient arbeiten und Doppelspurigkeiten vermeiden zu können, werden die drei Projekte unter dem Schirm «FitPig» koordiniert.

NFP-Projekt

Koordination: Peter Spring, BFH-HAFL

Die Forschenden eruieren im Projekt die Hauptgründe für den Einsatz von Antibiotika und leiten vorbeugende Massnahmen ab. Neben Fütterungs- und Managementmassnahmen soll der Einfluss der Resistenzzüchtung gegen Saugferkeldurchfall (E. coli F4) in der Praxis erprobt werden. In einem weiteren Projektteil stehen die verschiedenen Aspekte der effizienten Eiweissnutzung sowie die Weiterentwicklung der Fleischqualität im Zentrum.

 
SGD-Projekt

Koordination: Patricia Scheer, SUISAG

Kernpunkt des Projektes ist, die Wirkung regelmässiger tierärztlicher Bestandesbetreuung durch den Schweinegesundheitsdienst SGD auf den Antibiotikaeinsatz zu untersuchen und zu optimieren. Damit soll der Grundstein gelegt werden, um den Antibiotikaeinsatz nachhaltig reduzieren zu können.

 
MMA-Projekt

Koordination: Xaver Sidler, Vetsuisse

Das Projekt widmet sich der Milchfieberproblematik bei der Muttersau. Das Forschungsteam erhebt Risikofaktoren und leitet daraus Interventionsmassnahmen ab. Zudem will es prüfen, welchen Einfluss eine antibiotische Behandlung der Muttersau auf die Darmflora des Saugferkels hat.

Beteiligte Institutionen und Mitarbeitende

  • SUISAG
    Myriam Harisberger, Andreas Hofer, Patricia Scheer
  • Vetsuisse
    Xaver Sidler, Gertraud Schüpbach, Christina Nathues
  • ETH Zürich –  Gruppe Züchtungsbiologie / Tiergenetik
    Stefan Neuenschwander
  • HAFL
    Judith Peter-Egli, Martina Müller-Richli, Martin Scheeder, Peter Spring
  • Doktorierende
    Corinne Arnold, Patricia Hirsiger, Bettina Jenny, Julia Malik, Annette Ogierman, Wolfgang Pendl

Finanzielle Träger

Schweizerischer Nationalfonds (SNF)

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Suisseporcs

SUISAG

Vetsuisse Fakultät Zürich – Abteilung Schweinemedizin

Berner Fachhochschule – HAFL

ETH Zürich – Gruppe Züchtungsbiologie / Tiergenetik

Vetsuisse Fakultät Bern – VPH-Institut

Kontakt

Prof. Dr. Peter Spring

peter.spring(at)bfh(dot)ch

Tel. +41 (0)31 910 21 61

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