Ländliche Soziologie

Kompetenzen

  • Lebensbedingungen und -qualität in der Landwirtschaft 
  • Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse von Produzentenfamilien unter Berücksichtigung von Geschlechter- und Generationenverhältnissen
  • Anpassungsleistungen von landwirtschaftlichen Familien bspw. im Kontext von Klimawandel oder Digitalisierung
  • Austauschbeziehungen zwischen Akteuren und Akteurinnen entlang der Wertschöpfungskette

Team

Prof. Dr. Karin Zbinden, Dozentin für Sozialwissenschaften

Dr. Sandra Contzen, Leiterin, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Isabel Häberli, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Christine Jurt, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Evelyn Markoni, wissenschaftliche Mitarbeiterin

 

Aktuelle Projekte und Mandate

Innovative Ansätze für eine ganzheitliche Hofübergabe

Die Übergabe beziehungsweise Übernahme eines Landwirtschaftsbetriebs ist ein komplexer Prozess, der an alle beteiligten Personen hohe Anforderungen stellt. In einem Forschungs- und Beratungsprojekt nimmt sich die BFH-HAFL zusammen mit Praxispartnern diesem Prozess an. Ziel ist es, den Hofübergabeprozess zu erforschen und darauf aufbauend neue Ansätze zu entwickeln.  Diese sollen  sowohl den Bauernfamilien als auch den Beratenden helfen, die Hofübergabe frühzeitig und ganzheitlich anzugehen.

Projektleitung: Sandra Contzen

  

Arbeitsplanung und -teilung in der Landwirtschaft

Mehrfach- und Überbelastung sind in der Schweizer Landwirtschaft Schlüsselthemen, für die dringend ein besseres Verständnis nötig ist. Im Projekt wird der Anwendungskontext des «Tänikoner Arbeitsvoranschlags» erforscht. Das bekannte Instrument zur Arbeitsplanung beinhaltet neu auch den Bereich Hauswirtschaft. Mittels Interviews und Fokusgruppengesprächen untersuchen die Wissenschaftlerinnen, welche Schlüsselthemen bei der Entscheidungsfindung bezüglich der Arbeitsteilung für landwirtschaftliche Betriebsleiterpaare wichtig sind. Welche Chancen und Grenzen sehen sie bei der Anwendung des Instruments? Und wie gehen sie mit ihm um? Auf Basis der Resultate werden in Zusammenarbeit mit AGRIDEA konkrete Lösungsvorschläge für die Bauernfamilien und für die Beratung erarbeitet.

Projektleitung: Christine Jurt

 

TransChain

In der Schweiz beträgt der jährliche Fleischkonsum durchschnittlich 60 Kilogramm pro Kopf. Das hat Auswirkungen auf Natur und Umwelt und stellt die Akteure entlang der Fleischwertschöpfungskette vor soziale sowie ökologische Herausforderungen. Neue digitale Lösungen, wie Apps oder Chatbots, können dabei innovative Möglichkeiten eröffnen. Durch sie lassen sich bestehende Prozesse transparenter und umweltfreundlicher gestaltet. Sie sind aber auch mit Risiken verbunden. Das Forschungsprojekt «TransChain» befasst sich mit Chancen und Risiken von Transparenz innerhalb der Schweizer Fleischwertschöpfungskette vor dem Hintergrund der Digitalisierung.

Projektleitung: Evelyn Markoni und Christine Jurt

 

Lebensqualität in der Milchproduktion 

Die Lebensqualität von Bauernfamilien ist ein zentrales Element der sozialen Nachhaltigkeit der Landwirtschaft. Gerade bei Milchproduzent/innen, die aktuell besonders unter wirtschaftlichem Druck stehen, könnte sie eingeschränkt sein. Zusammen mit AGRIDEA untersucht die BFH-HAFL wie Milchproduzent/innen ihre Lebensqualität beurteilen, welche Aspekte und Bereiche für eine gute Lebensqualität ausschlaggebend sind und welche Strategien die Interviewten  entwickelt haben, um sie zu verbessern. Basierend auf den Forschungsresultaten analysieren die Wissenschaftlerinnen Beratungsangebote und erarbeiten konkrete Vorschläge, um Milchproduzent/innen künftig besser unterstützen zu können. 

Projektleitung: Sandra Contzen und Isabel Häberli

Überlastung in der Landwirtschaft – Früherkennung durch Agrotreuhandstellen

Selbsthilfe ist in Bauernfamilien sehr ausgeprägt, wodurch bei Schwierigkeiten oft erst spät fremde Hilfe geholt wird, wenn die Probleme schon sehr komplex sind. Werden Schwierigkeiten durch aussenstehende Personen frühzeitig angesprochen, steigt die Chance, dass Bauernfamilien rascher professionelle Unterstützung aktivieren. Die aktuelle und potenziell mögliche Rolle von Agrotreuhandstellen bei der Früherkennung von schwierigen Situationen hat der Fachbereich Soziale Arbeit der BFH zusammen mit der HAFL analysiert. 

Projektleitung: Sonja Imoberdorf (Departement Soziale Arbeit)

Kontakt HAFL: Sandra Contzen

Schlussbericht (pdf)

 

Flüchtlinge in der Landwirtschaft

Der Schweizer Bauernverband und das Staatssekretariat für Migration streben mit einem Pilotprojekt an, dass anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge vermehrt in der Landwirtschaft arbeiten können. Gemeinsam mit dem Fachbereich Soziale Arbeit der BFH evaluiert die HAFL, welche Rahmenbedingungen und sonstigen Faktoren vorhanden sein müssen, damit sich eine solche Integration erfolgreich gestalten lässt – mit einem Mehrwert für die Flüchtlinge, die Landwirtschaft und die öffentliche Hand. 

Projektleitung: Sandra Contzen

Ihre Kompetenzen in der Analyse des Wandels ländlicher Gesellschaften setzen die Mitarbeitenden der Forschungsgruppe ländliche Soziologie auch im internationalen Kontext ein. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit Livelihood-Strategien oder Armutsbekämpfung.

Weitere Informationen zu den Tätigkeiten im internationalen Kontext

  

Abgeschlossene Projekte

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Kontakt

Dr. Sandra Contzen

sandra.contzen(at)bfh(dot)ch

Tel. +41 (0)31 910 22 03

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